Paris: Weiterer Angriff mit Molotowcocktails auf Polizisten. Rund zwei hundert Meter weiter unten auf dem Boulevard Poniatowski, Ecke Rue Claude Decaen.
Ausserdem sieht man, wie sie offenbar mit Laserpointern geblendet wurden.
Paris: Am gleichen Ort kam es offenbar zu einem weiteren Angriff auf Polizisten mit Molotowcocktails. Während der erste Angriff am Anfang der Strasse stattgefunden haben muss, wurden wenige Meter weiter ein weiterer Angriff ausgeführt.
Ort des Geschehens:
Rue des Meuniers, Ecke Boulevard Poniatowski,
in der Nähe der Porte de Charenton,
12. Arrondissement.
Plusieurs cocktails molotov jetés contre les forces de l'ordre à Paris.
Situation très tendue porte de Charenton.
#31octobre #Paris
Paris: Polizist von Molotowcocktail getroffen
Bei den heutigen Ausschreitungen am 31. Oktober 2026 wurde ein Polizist in Paris von einem Molotowcocktail getroffen. Seine Kollegen versuchten, die Flammen so schnell wie möglich zu löschen. Über den Zustand des Polizisten liegen derzeit keine Informationen vor.
🔴😳 ALERTE INFO - Des policiers sont EN FEU à Paris après avoir été visé par des cocktails molotov de la part des émeutiers.
#31octobre
Dijon: Hermès-Boutique mit einem Auto gerammt – drei Verdächtige auf frischer Tat festgenommen. Interessantes Detail: Als Fluchtfahrzeug diente ein wenige Tage zuvor in der Schweiz gestohlenes Auto
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 30. Oktober 2026, wurde gegen 4:30 Uhr mithilfe eines als Rammbock verwendeten Fahrzeugs in die Hermès-Boutique mitten in der Innenstadt von Dijon eingebrochen. Insidern ist bekannt, dass Hermès die teuersten Taschen, die sündhaft teuren Kelly-Bags, die es in der Regel nur auf Bestellung zu kaufen gibt, sowie auch sehr schicke Foulards führt, die sich der Normalsterbliche natürlich ebenfalls nicht leisten kann. Das ist aber kein Problem, wenn man dreist genug ist, den nötigen Mut hat und über das nötige Arbeitswerkzeug verfügt.
In Frankreich hat sich mittlerweile ja herumgesprochen, dass die benötigten Arbeitsmittel – gerade wenn es sich um einen leistungsstarken und schnellen Boliden handelt – nicht nur in der schönen Schweiz zu finden sind, sondern dort auch „sofort” verfügbar sein sollen. Und wie die Schweizer Medien immer wieder vor Augen führen, können diese Fahrzeuge sogar ohne „Verkaufsgespräch” und ohne lästige Zollformalitäten an der Grenze problemlos nach Frankreich gebracht werden. So wie es offenbar vor zwei Tagen wieder passiert sein muss, ohne dass die Schweizer Medien aber darüber berichtet haben. Der Fall vom 29. Oktober 2026, bei dem zwei 16-jährige Franzosen in Volketswil ein Auto stahlen und nach einem Unfall in Rheinfelden festgenommen wurden, kann es jedenfalls nicht gewesen sein. Interessant! Ich wusste gar nicht, dass man in Frankreich schon mit 16 den Führerschein machen kann.
Für den Einbruch in Dijon wurde offensichtlich aber noch ein weiteres Fahrzeug gestohlen, das letztlich als Rammbock herhalten musste. Zu diesem Zweck begnügte man sich allerdings mit einem gewöhnlichen Renault Mégane, der dennoch die nötige Motorstärke hatte, um im Rückwärtsgang das Rollgitter und das Schaufenster der Ladenfront zu durchbrechen – während vor dem Geschäft ein erst vor zwei Tagen in der Schweiz gestohlener 5er BMW als standesgemässes Flucht- und Transportfahrzeug wartete.
Dass die drei mutmasslichen Täter im Alter von 18, 24 und 25 Jahren mit dieser Aktion nicht nur den Alarm auslösten, sondern vor allem auch die gesamte Nachbarschaft im Zentrum von Dijon aus dem Schlaf rissen, hatten die Einbrecher offensichtlich aber nicht bedacht. Mit dem Ergebnis, dass sie von den nur wenige Minuten später eintreffenden Polizeibeamten der BAC (Anti-Kriminalitäts-Brigade) auf frischer Tat ertappt und festgenommen werden konnten. In diesen wenigen Minuten hatten sie bereits alle Vitrinen im Ladeninnern zerschlagen und waren gerade dabei, schicke Foulards und edle Parfums in den BMW zu verladen.
Über die Tatverdächtigen ist noch nicht viel mehr bekannt, ausser dass alle drei nicht aus der Region Dijon stammen und einer von ihnen der Justiz bereits bekannt sein soll. Nach ihrer Vernehmung will die Staatsanwaltschaft weitere Informationen bekannt geben.
Die Ermittlungen wegen „Diebstahls in organisierter Bande” wurden der Abteilung für organisierte und spezialisierte Kriminalität (DCOS) der Police National übertragen. Die Einschaltung der DCOS ist ein unmissverständlicher Hinweis darauf, dass von einer Straftat ausgegangen wird, die der organisierten Kriminalität zugeordnet wird. Auch hier wird deutlich, dass die „Chefs” dabei nicht selbst in Erscheinung treten, sondern junge Männer für ihre „Coups” beauftragen, die sich problemlos in den sozialen Netzwerken rekrutieren lassen.
Wie ich bereits zu Beginn dieser Woche zu erklären versucht habe, verstauben die in der Schweiz gestohlenen Boliden anschliessend nicht in einer unscheinbaren Garage irgendwo in Frankreich, sondern werden von derselben kriminellen Organisation, die auch den Diebstahl-Auftrag in der Schweiz an „junge Männer” vergeben hat, meist für weitere Straftaten eingesetzt. Hier also ein aktuelles Fallbeispiel dafür.
◻️ Der Beitrag basiert auf den Informationen des im ersten Kommentar verlinkten Artikels von „Le Bien Public”
🇫🇷 DIJON : LA BOUTIQUE HERMÈS ATTAQUÉE À LA VOITURE-BÉLIER, TROIS SUSPECTS INTERPELLÉS EN FLAGRANT DÉLIT !
Les malfaiteurs ont défoncé la devanture du magasin de luxe avant de dérober des foulards et des parfums.
Alertés par l’alarme et des riverains, les policiers sont intervenus en quelques minutes, surprenant les suspects âgés de 18, 24 et 25 ans en train de charger leur butin dans une BMW volée en Suisse.
Danke an @KatrinKemmler1, die mich auf diesen Fall aufmerksam gemacht hat.
Link zum Artikel von „Le Bien Public”, aus dem die im Post erwähnten Informationen stammen und der weitere Bilder vom Tatort zeigt:
bienpublic.com/faits-divers-…
Horror in Spanien: Erneut zwei Hochgeschwindigkeitszüge auf offener Strecke kollidiert – wieder auf der Strecke Madrid–Sevilla –mindestens 50 Tote und 179 Verletzte
Bei einem schweren Zugunglück auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und Sevilla, das sich heute um 08:45 Uhr zwischen Los Yebenes und Urda bei Streckenkilometer PK 118 ereignete, wurden mindestens 50 Menschen getötet und über 179 Personen verletzt.
Dabei stiess ein von Madrid kommender Zug des spanischen Bahnbetreibers RENFE (Modell AVE, analog zum deutschen ICE 3) von hinten mit einem im Gleis stehenden Zug des Bahnbetreibers Iryo (Modell Frecciarossa 1000) zusammen. Iryo ist eine Tochtergesellschaft von Trenitalia. Beide Züge waren von Madrid in Richtung Sevilla unterwegs, wobei der Iryo Madrid um 07:54 Uhr verliess und der RENFE ihm sechs Minuten später folgte.
Ersten Meldungen zufolge war im betroffenen Streckenbereich zuvor das elektrische Zugsicherungssystem (LZB) ausgefallen. Daraufhin stoppten alle acht Züge, die auf der Strecke unterwegs waren. Der Zug der RENFE soll anschliessend von der Leitstelle in Madrid die Anweisung erhalten haben, seine Fahrt fortzusetzen. Der Zug von Iryo soll dabei jedoch weiterhin im Gleis gestanden haben. Der hinter ihm fahrende Zug der RENFE fuhr infolge mit unbekannter Geschwindigkeit auf den stehenden Zug des Iryo auf und riss dabei drei der hinteren Wagen mit. Der italienische Iryo hat 146 Passagiere und ein Baby an Bord, der AVE der spanischen Renfe 397.
Die Regionalregierung von Kastilien-La Mancha hat um 9:15 Uhr den Territorialen Notfallplan von Kastilien-La Mancha (Platecam) aktiviert. Damit ist davon auszugehen, dass der Unfall mit allen verfügbaren Mitteln und Ressourcen der Autonomen Gemeinschaft oder unter Einbeziehung einiger staatlicher Einsatzkräfte bewältigt werden kann. Zum Unfallort wurden Einsatzkräfte der Guardia Civil, Feuerwehreinheiten des Provinzverbunds von Toledo und Ciudad Real, Freiwillige der Zivilschutzverbände sowie medizinische Einsatzkräfte des Gesundheitsdienstes von Kastilien-La Mancha (Sescam) entsandt. Die Rettungsdienste haben drei Rettungshubschrauber aufgeboten und die Krankenhäuser in Toledo und Alcázar de San Juan wurden in Alarmbereitschaft versetzt.
Der Unfall ereignete sich neun Monate nach dem schweren Zugunglück in Adamuz (Córdoba) am 18. Januar dieses Jahres, bei dem 46 Menschen ums Leben kamen und 152 weitere verletzt wurden. Auch hierbei kollidierten ein Zug der RENFE mit einem Zug der Iryo. Grund war die vorherige Entgleisung des Iryo-Zuges aufgrund eines Schienenbruchs, der durch eine nicht korrekt ausgeführte Schweissnaht zwischen zwei Schienen verursacht wurde.
◻️ Der Beitrag basiert auf den im Originalpost verlinkten Artikel von El Español, mit zusätzlichen Hinweisen von El País. Beide berichten übrigens falsch, dass die Züge in entgegengesetzte Richtung fuhren. Tatsächlich fuhren sie hintereinander, was letztlich auch erklärt, wie ein anderer Zug auf einer zweigleisigen Strecke auf einen anderen auffahren kann. Im ersten Kommentar ist noch ein Video der Guardia Civil (via Euronews) verlinkt, das Aufnahmen vom Unglücksort zeigt und das Ausmass des Unfalls schmerzlich vor Augen führt.
🔴 #ACTUALIZACIÓN | Emergencias Castilla-La Mancha confirma al menos 46 muertos tras chocar un AVE de Renfe contra un Iryo y sacarlo de la vía cerca de Toledo
elespanol.com/invertia/obser…
Aufnahmen vom Unfallort des schweren Zugunglücks, das sich heute morgen bei Urda in der Provinz Toledo ereignet hat.
de.euronews.com/video/2026/1…
Schweiz: Die Zahl der Einbruchs- und Einschleichdiebstähle ist auch im Jahr 2025 erneut gestiegen – und das zum fünften Mal in Folge
In seinem gestrigen Artikel in der Westschweizer Ausgabe des Tages-Anzeigers, „24 heures”, informiert er erfreulicherweise offen über wenig Erfreuliches, nämlich die erneut gestiegene Anzahl von Einbruchs- und Einschleichdiebstählen. Dabei bricht der Kanton Waadt mit 7.093 Fällen und einem Plus von 8,8 % alle Rekorde, dicht gefolgt vom Kanton Genf mit 3.410 Fällen und einem Vorjahresplus von 6,7 %.
Insgesamt wurden in der Schweiz im Jahr 2025 46.636 Einbruchs- und Einschleichdiebstähle verzeichnet, was einem Anstieg von 33,3 % gegenüber den letzten fünf Jahren entspricht.
Im Schweizer Schnitt stieg die Zahl der Einbruchdiebstähle im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 % auf 34.755. In 53,9 % der Fälle war der private Raum betroffen, davon mit 66,5 % waren Wohnungen in Mehrfamilienhäusern wiederum deutlich häufiger das Ziel von Einbruchdiebstählen als Einfamilienhäuser (33,5 %).
In einer Pressemitteilung vom 22. Oktober 2026 schreibt die AXA, dass nicht nur die Zahl der Einbruchdiebstähle gestiegen ist, sondern dass die durchschnittliche Schadenssumme und damit die Schadenbelastung noch deutlicher gestiegen sind. Im vergangenen Jahr zahlte allein die AXA mehr als 22 Millionen Franken aus, was einem Anstieg von 9 % gegenüber dem Vorjahr und von 60 % gegenüber vor drei Jahren entspricht. Besonders besorgniserregend ist, dass sich auch die Zahl der sogenannten Grossschäden (über 30.000 Franken) seit 2023 etwa verdoppelt hat. Auch die AXA geht davon aus, dass professionell durchgeführte Einbrüche und damit die organisierte Kriminalität deutlich zugenommen haben. Für die AXA bedeutet das allerdings kein Verlustgeschäft, für die Versicherungsnehmer jedoch sehr wohl. Diese sehen sich in der Folge mit höheren Versicherungsprämien konfrontiert.
In einem Kommentar derselben Zeitung zum verlinkten Artikel mit dem treffenden Titel „Müssen sich die Waadtländer angesichts der steigenden Einbruchszahlen verbarrikadieren?” bestätigt „24 heures” die von AXA genannten hohen durchschnittlichen Diebstahlschäden bei einem Einbruch von 7.000 Franken. Zudem wird erklärt, dass nicht Kleinkriminelle, sondern länderübergreifend agierende organisierte kriminelle Banden die Täter sind. Diese führen „regelrechte, koordinierte Kommandoaktionen” durch. Eine Einschätzung, die ich ebenfalls teile. Wie auch bei Autodiebstählen, Waffendiebstählen und Homejacking-Überfällen handelt es sich letztlich immer um die gleiche ausländische Bandenkriminalität, wenngleich eine gewisse „Aufgabenteilung” zu beobachten ist.
Die Schweiz ist zum Schauplatz des „Grand Banditisme”, des Pink-Panther-Netzwerks und der Mocro-Mafia geworden – all diese Banden agieren aus dem Ausland
In einem NZZ-Artikel vom Juli 2025 wird beispielsweise der „Grand Banditisme” aus Frankreich erwähnt, also kriminelle Gangs aus den Brennpunktvierteln rund um Lyon, Annemasse (vor den Toren Genfs) oder Grenoble. Sie benötigen Geld und Waffen für ihr Drogengeschäft und sollen sich sich seit Jahrzehnten vor allem die Westschweiz mit punktuellen Raubüberfällen, Diebstählen und Betrügereien vorknöpfen. Ich möchte hinzufügen, dass mutmasslich auch der „Grand Banditisme” für die zahlreichen Autodiebstähle und Waffendiebstähle verantwortlich sind. Neben Lyon und Marseille sind sie auch in der Pariser Region beheimatet und unterhalten Stützpunkte in Grenznähe zur Schweiz, beispielsweise in der Region von Besançon und Montbéliard. Sie bereiten aber nicht nur der Schweiz, sondern auch Frankreich Sorgen – und zwar mehr, als berichtet wird. Zumal sie, wie man mittlerweile erfahren hat, auch vor Waffengewalt nicht zurückschrecken, auch nicht gegenüber der Polizei. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass sie mittlerweile auch in die Prostitution (von Minderjährigen) eingestiegen sein sollen. Zumindest ein Fall in der Schweiz ist hierzu bekannt, bei dem das „Geschäft” im Hinterzimmer eines Barber-Shops in Genf betrieben wurde und südfranzösischen kriminellen Organisationen zugeschrieben wird.
Auch die berüchtigte Pink-Panther-Bande aus dem Balkan hielt die Schweiz in den letzten Jahren schon mit Rammbockeinbrüchen, Raubüberfällen und spektakulären Gefängnisausbrüchen in Atem. Und dann wäre da noch die niederländische Mocro-Mafia, deren Mitglieder nachts in Schweizer Dörfer rasen und 2024 so viele Bancomaten in die Luft gesprengt haben wie nie zuvor.
Im Artikel der NZZ kommt auch ein Parteimitglied von „Die Mitte“ zu Wort. Zwar hat er den richtigen Riecher, erkennt aber dennoch nicht, was seine Aussagen letztlich bedeuten: „Die ausländischen Banden sind hoch mobil. Die momentane Zerstückelung der kantonalen Polizeiarbeit ist sicher nicht förderlich, wenn man es mit international operierenden Gegnern zu tun hat”, beklagt er sich über die mangelnde Zusammenarbeit innerhalb der Kantone und mit dem FedPol. Er führt weiter aus: „In ähnlich gelagerten Fällen müssen sofort alle Informationen zusammenfliessen, um allfällige Muster zu erkennen und sich mit dem Ausland abzusprechen.“
Das könnte ein Lösungsansatz sein, wenn man davon ausgehen könnte, dass die Strafverfolgung in allen Schengen-Ländern nach gleichen Massstäben und mit gleicher Effizienz erfolgt. Gerade in Bezug auf Frankreich ist das jedoch nicht gegeben. In all den ganzen Fällen – kleinen wie grossen – habe ich nur in sehr wenigen Einzelfällen gelesen, dass die „gute Zusammenarbeit”, die immer wieder betont wird, letztlich dazu geführt hat, dass die französische Seite bei einem Alarm umgehend die Verfolgung der Täter und damit auch ihrer Beute aufnimmt. Schaut man sich hierzu die Zahlen an, stellt man fest, dass dies eher einer Wunschvorstellung als eine wirksame Massnahme verspricht. Die Aufklärungsquote liegt denn auch bei unter 20 %. Das heisst: Vier von fünf Einbrüche bleiben ungelöst.
„Die Schweiz ist schon lange keine Insel der Glückseligen mehr”
In seinen Ausführungen erkennt er meiner Meinung nach zu Recht, dass die Schweiz im Kampf gegen die grenzüberschreitende Kriminalität ganz grundsätzlich zu träge ist, und bringt es auf den Punkt: „Wir sind einfach zu naiv!” Das entspricht auch meiner Einschätzung. Neben Prävention und vor allem konsequenter Strafverfolgung, wie sie François Kolly zu Recht fordert, ist vor allem festzustellen, dass diese de facto an der Schweizer Grenze endet – und diese ist in der Westschweiz mitunter nur ein paar Kilometer entfernt. Ich halte es daher für geboten, endlich eine Debatte darüber zu führen und die aus meiner Sicht aktuell einzige erfolgversprechende Massnahme zu ergreifen: Die Wiedereinführung nationaler Grenzkontrollen. Diese wirkt unabhängig von der „guten Zusammenarbeit mit anderen Ländern” und unterstützt letztlich auch die nationale Strafverfolgung. Andere Länder haben diesen Schritt bereits getan. Wenn auch nicht mit dem Ziel, Kriminalität zu bekämpfen, sondern illegale Zuwanderung – und auch nur als vorübergehende Massnahme. Die Schweiz könnte sie so wenigstens „testweise” einführen und damit die konkrete Wirkung auf die Kriminalitätsstatistik ermitteln.
Eines scheint jedenfalls offensichtlich zu sein: Offene Grenzen bedeuten, dass man sich an die daraus entstehende neue Realität anpassen muss – und das kann auch eine Änderung der bisherigen Lebensgewohnheiten bedeuten. Was ich per se schon bedauerlich finde.
Diese zunehmende Internationalisierung der Kriminalität betrifft nicht nur die Schweiz, sondern den gesamten Schengen-Raum. Dem Argument, dass die Wiedereinführung nationaler Grenzkontrollen zu Staus an den Grenzen führt, stehe ich eher gelassen gegenüber. Im Gegenzug könnte ich sicher sein, dass verdächtige Fahrzeuge bei der Ein- und Ausreise wieder kontrolliert werden und dass Personen, gegen die ein Einreiseverbot oder ein Landesverweis ausgesprochen wurde, tatsächlich an der Einreise auch gehindert werden. Derzeit können die Betroffenen trotz Wegweisung, Einreiseverbot und anderer im SIS-System eingetragener Massnahmen problemlos in alle Herren Schengen-Länder reisen, ohne dass sie dabei je einen prüfenden Blick eines Grenzschutzbeamten erfahren. Wie unschwer zu erkennen ist, stellt dessen Fehlen offensichtlich ein Risiko für die nationale Sicherheit dar, das es dringend ernst zu nehmen gilt.
◻️ Im ersten Kommentar ist der zitierte Artikel der NZZ zu finden, im zweiten Kommentar die Pressemitteilung der AXA (auf Französisch)
#CriminalitéÉtrangère
#ChaosDeSchengen
#ImmobilismeDeLaConfédération
Sécurité en automne et en hiver
Les polices suisses lancent une campagne contre les cambriolages … mais ne font rien pour y remédier!
Une campagne nationale démarre ce lundi. Les vols par effraction sont en augmentation et ont atteint 46’636 cas en 2025.
La prévention c’est bien, la répression c’est mieux !
24heures.ch/cambriolage-la-p…
Link zum zitierten Artikel der NZZ:
nzz.ch/schweiz/wir-sind-einf…
Lille: Ein Polizist der Bereitschaftspolizei (CRS) wurde am Samstag durch den Wurf eines Steins verletzt
Auch am Samstag, dem 24. Oktober 2026, kam es im Rahmen der Kundgebungen in verschiedenen französischen Städten erneut zu Zusammenstössen zwischen Polizei und Demonstranten, so auch in Lille. In der nördlichsten Metropole wurde offenbar ein Polizist angegriffen und mit einem Ziegelstein im Gesicht getroffen, woraufhin er zusammenbrach. Ein anderes Video (siehe erster Kommentar), das ebenfalls in meiner Timeline aufgetaucht ist und 3 Mio. Views verzeichnet, zeigt den am Boden liegenden Polizisten, wie er von seinen Kollegen versorgt wird.
Ich habe bereits gestern versucht, mehr Informationen dazu zu finden. Es war nichts zu finden. Heute Morgen auch nicht. Das Einzige, was ich gefunden habe, ist ein Hinweis in einem allgemeinen Artikel von „Actu” zu den Ausschreitungen vom letzten Samstag in Lille, dass in Lille zwei Personen, darunter ein Polizist der CRS (die französische Bereitschaftspolizei), mit leichten Verletzungen vom Rettungsdienst übernommen wurden. Gefunden habe ich auch dieses Video, das von „20 Minutes” geteilt wurde. Es zeigt dieselbe Szene aus einer etwas anderen Perspektive. Zusätzlich findet sich hier im Text der Hinweis, dass der Polizist im Anschluss wieder aufstehen konnte. Ein weiterer Anhaltspunkt dafür, dass der Polizist, wie von „Actu” berichtet, „nur” leichte Verletzungen erlitten hat.
Bei meiner kleinen Recherche habe ich dann noch einen Artikel der Zeitung „La Voix du Nord” gefunden, allerdings hinter einer Bezahlschranke. Den frei einsehbaren Informationen ist zu entnehmen, dass in diesem Zusammenhang drei Männer wegen Gewalt gegen Polizisten festgenommen und gestern im Rahmen eines Schnellverfahrens vor Gericht gestellt wurden. Sie erhielten jeweils Freiheitsstrafen mit besonderer Vollzugsform (Fussfesseln, Halbgefangenschaft) bzw. Bewährungsstrafen. Dies deutet auf ein Strafmass von sechs Monaten bis maximal einem Jahr hin. Unter den Verurteilten soll sich auch ein 21-Jähriger aus Roubaix befinden, der vier Tage zuvor bereits für Taten, die er anlässlich der Ausschreitungen am 17. Oktober 2026 begangen hatte, verurteilt wurde. Wenn ich es richtig verstanden habe, ging es dabei um die Plünderung des Fanartikelladens des Lillérois Fussballclubs LOSC. Ein weiteres Beispiel also aus der Reihe „Die volle Härte des Gesetzes“ und wie diese in der Realität aussieht.
Aber nicht nur die Gerichte scheinen milde walten zu lassen, auch die französischen Medien scheinen sich eher auf die Seite der Demonstranten zu schlagen und berichten vor allem dann, wenn es zu Verletzungen durch das Eingreifen der Polizei kommt.
Was die Bilanz des 24. Oktobers 2026 angeht, so zitiert „20 Minutes” in seinem Artikel den französischen Innenminister, demzufolge bei den Krawallen vom vergangenen Samstag 257 Polizisten und ungefähr 150 Teilnehmer verletzt worden seien, drei davon in Toulouse, Reims und Clermont-Ferrand „ziemlich” schwer. Der Innenminister bestätigt, dass diese Fälle von der INPG, der „Polizei der Polizei“, untersucht werden.
Was mich doch etwas befremdet hat, sind die vielen Kommentare (vor allem auf Facebook und Instagram), in denen die Gewalt gegen die Polizei mehr oder weniger offen gefeiert wird. Das lässt nichts Gutes für die Zukunft erwarten. Aber das ist natürlich nur mein subjektiver Eindruck.
Hier noch das Video, das drei Millionen Views verzeichnete und den am Boden liegenden, offensichtlich verletzten Polizisten zeigt:
nitter.gq/cpasdeslol_X/status/21…
Der Autodiebstahl ist dem Bereich der organisierten Kriminalität zuzuordnen. Die jungen Franzosen werden in der Regel über soziale Medien auftragsbezogen rekrutiert und begehen diese Straftaten für wenig Geld. Durch den Selbstunfall konnten sie diesem Fall in der Schweiz verhaftet und der Schweizer Justiz zugeführt werden. Gelingt ihnen die Flucht aus der Schweiz, können sie zwar von den französischen Ermittlungsbehörden ermittelt werden, werden dann aber nicht an die Schweiz ausgeliefert, sondern in Frankreich vor ein Gericht gestellt. Sie werden dann nach den dortigen Strafzumessungsgrundlagen verurteilt. Dass vor allem junge Männer dafür rekrutiert werden, hat einen bestimmten Grund: Das Strafmass fällt für sie in der Regel milder aus.
Was man aus den Schweizer Medienberichten leider selten erfährt, ist, ob die mutmasslichen Täter überhaupt über einen gültigen Führerschein verfügten und ob das Fahrzeug mit gestohlenen Kennzeichen versehen wurde. Etwas, das hier in Frankreich deutlich benannt wird. Die Fahrzeuge werden übrigens nicht immer weiterverkauft, sondern von den beschaffenden Organisationen selbst eingesetzt, zum Beispiel als schnelle Drogenkuriere und für den innereuropäischen Waffenhandel, aber auch für Einbrüche. Dabei ist die Schnelligkeit solcher Boliden natürlich der entscheidende Punkt, weshalb sie so attraktiv sind. Ich nehme an, sie wählen diese vorab bei einem Online-Autoverkaufsportal aus und lassen sie sich dann stehlen.
Auch die Einbrüche in Waffengeschäfte sowie die vor allem in der Genfersee-Region zu beobachtenden Homejacking-Überfälle gehen auf ihr Konto. Auch wenn es nicht so aussieht: Es handelt sich um Bandenkriminalität.
Und so leid es mir tut, das zu sagen, aber die Schweiz wird von ihnen wie ein Supermarkt betrachtet, in den man (mitunter mit gestohlenen Fahrzeugen) schnell und ungehindert hineinfahren kann, um sich zu holen, wonach einem der Sinn steht. Das scheint man in der Schweiz offenbar noch nicht begriffen zu haben. Diese Einschätzung stammt allerdings nicht von mir, sondern von den französischen Medien.
Einbrecher drangen in der Nacht in ein Waffengeschäft in Mägenwil ein. Auf der Fahndung sichtete die Polizei das Tatfahrzeug. Die Flucht vor der Polizei endete im Baselbiet mit einem Selbstunfall. Die Polizei nahm vier mutmassliche Täter fest.
brnw.ch/21x6ETL
Belgien: Erhellende Einblicke in die Denkweise der „Schülerprotestbewegung“
Gestern Nachmittag fand in Brüssel erneut eine Demonstration statt, zu der mehrere Organisationen wie „Front des Mères“, „École en Lutte“, die „Jeunesse organisée et combative“ (JOC) und „Outils solidaires contre les violences policières“ (OSVP) gemeinsam aufgerufen hatten. Laut Polizei sollen 400 Personen daran teilgenommen haben. Im Rahmen der Kundgebung sprach Celia Ponce, eine Lehrerin aus Saint-Gilles (Brüssel) und Mitglied des „Collectif Mars Attacks”, am Mittag auf dem Place de l'Albertine, also an der gleichen Stelle, an der auch am 9. Oktober 2026 die Gewerkschaften ihre Reden hielten. Der Ort liegt in unmittelbarer Nähe zu einem der Schauplätze der Ausschreitungen rund um den Bahnhof „Bruxelles-Central”.
Hierzu nun ein Auszug aus ihrer Rede, der im Originalpost verlinkten Video festgehalten wurde:
„Angesichts der polizeilichen Repression haben wir zu dieser Kundgebung aufgerufen. Wir wollen zeigen, dass es Erwachsene gibt, die auf ihrer Seite stehen, dass es Erwachsene gibt, die sie unterstützen. Wenn wir diese Regierung stürzen müssen, dann deshalb, weil sie faschistisch geworden ist. Wenn ihr euch immer noch fragt, ob wir uns in einem faschistischen Regime befinden, dann schaut euch einfach diese Kundgebung an. Sie wird geduldet. Wir haben bei der Polizei eine Genehmigung beantragt und sie haben zugestimmt. Dennoch wurden Monodosen mit Kochsalzlösung beschlagnahmt. Bei unserer Ankunft wurden wir durchsucht. Ein Jugendlicher wurde festgenommen, weil er Musik abgespielt hat. Was soll das? Haben wir irgendetwas in Brand gesteckt? Nein, wir demonstrieren, weil es genehmigt wurde, und werden trotzdem so behandelt. Nun, der Faschismus, die Israelisierung der Gesellschaft, das ist genau das. Wir leben in Israel.“
Interessant! Wenn die belgische Regierung nicht das tut, was auf den Strassen und nicht im Parlament gefordert wird, dann ist das also Faschismus. Und nach dieser Logik ist Israel das faschistische Land schlechthin. Klar, die israelische Regierung leistet ihren Forderungen schliesslich erst recht keine Folge, und erlaubt ihnen nicht einmal, dort dafür zu demonstrieren. Dass Belgien faschistisch ist, liegt natürlich dann daran, dass es „israelisiert” wurde, also vom israelischem Faschismus unterwandert wurde. Das erklärt dann auch, weshalb bei diesen Kundgebungen so oft die palästinensische Flagge zu sehen ist. Damit soll den „Kolonialisten”, also den Belgiern, gezeigt werden, dass hier bald nicht mehr Israel (also der Faschismus), sondern Palästina (also der Antifaschismus) den Ton angibt. Und die dortigen demokratischen Zustände, letztlich die eigentliche Definition von Demokratie darstellen. Mit anderen Worten: Für sie steht Demokratie synonym für Faschismus und muss deshalb zwingend mit den nötigen Mitteln bekämpft werden, damit letztendlich der Antifaschismus etabliert werden kann, der Belgien dann eine Demokratie beschert, wie sie in diesen Gebieten Realität ist. Okay, dass heisst, man kämpft also nicht nur gegen Windmühlen, sondern offensichtlich vor allem gegen sich selbst – und das, ohne es auch nur im Ansatz zu erkennen.
Wie es weiter ging: Im Anschluss an ihre Rede zogen die Demonstranten unter starker Polizeipräsenz in Richtung des Hauptbahnhofs „Bruxelles-Midi“. Anmerkung: Die Kundgebung war von der Polizei genehmigt worden, nicht jedoch der anschliessende spontane Marsch durch die Innenstadt. Viele Geschäfte in der Innenstadt hatten sich vorsorglich verbarrikadiert.
Nach der Ankunft am Hauptbahnhof soll es dann ein paar Versuche gegeben haben, sich in kleinen Gruppen aufzuteilen und in verschiedene Strassen und Viertel vorzudringen. Dies konnte die Polizei unter anderem durch den Einsatz einer Hundestaffel mehr oder weniger verhindern. Bis zum Tränengaseinsatz in Saint-Gilles zum Schutz des Hauptsitzes der Partei Mouvement Réformateur (MR) und dem Versuch, einen Haufen Leih-Tretroller in Brand zu setzen, soll es zu keinen grösseren Ausschreitungen gekommen sein. Gegen 17:00 Uhr meldete die Polizei das Ende der Kundgebung sowie die Verhaftung von vier Personen wegen des Besitzes verbotener Waffen und der Anstiftung zum Aufruhr.
Laut BruxellesToday hat sich der Europarat am Samstag übrigens ebenfalls zu Wort gemeldet und sich hinter die protestierenden Jugendlichen gestellt. So soll Michael O’Flaherty die Behörden dazu aufgefordert haben, „dem Dialog den Vorrang zu geben”. Nach Ansicht des Menschenrechtskommissars des Europarats müssen „Massnahmen gegen Plünderungen und Ausschreitungen die Menschenrechte achten. Die Anwendung von Gewalt und Freiheitsentziehungen müsse streng geregelt sein.“
In Brüssel wurden laut der belgischen Nachrichtenagentur Belga bei den Jugenddemonstrationen der letzten zwei Wochen mehr als 250 Personen festgenommen. Das externe Aufsichtsorgan der Polizei, das Komitee P, soll 26 Beschwerden über Polizeieinsätze erhalten haben. Auch die belgische Liga für Menschenrechte (Ligue des droits humains, LDH) kritisiert den „zu schnellen Einsatz von Tränengas und das Einkesseln von Demonstranten”.
◻️ Die Hintergrundinformationen und Zahlen in diesem Post stammen aus dem im ersten Kommentar verlinkten Aritkel von RTL Belgique sowie von BruxellesToday
🔴 🇧🇪 BELGIQUE
URGENT Rassemblement en cours à la Gare Centrale de Bruxelles.
À suivre.
#Bruxelles #GareCentrale #24octobre
Link zum Artikel von RTL Belgique, der Hintergrundinformationen zur gestrigen Kundgebung bereitstellt und auch ein Foto einer der beschlagnahmten Waffen enthält:
rtl.be/actu/belgique/societe…
Grenoble: Ein Ladenbesitzer verteidigte sein Geschäft mit einer Softair-Waffe
In einem Video (siehe erster Kommentar) ist zu sehen, wie der Ladenbesitzer mit einer Softair-Waffe versucht, die sich vor seinem Laden versammelten Personen zu vertreiben. Was im Video nicht zu sehen ist, dass laut GrenobleMag zuvor etwa 30 schwarz gekleidete und vermummte Personen versucht haben, die Schaufenster des „Carrefour-City“ zu zertrümmern – wahrscheinlich die beiden Fenster neben der Eingangstür, die noch nicht mit Holz verbrettert sind.
Die Carrefour-City-Läden werden nicht von Carrefour selbst, sondern von Franchisenehmern betrieben. Das heisst, sie tragen das gesamte unternehmerische Risiko und somit auch die finanziellen Folgen von Sachbeschädigungen, Plünderungen und Umsatzausfällen.
In einem Interview anfangs der Woche hat der Chef von Carrefour bereits durchblicken lassen, dass „gewisse Selbstverteidigungsreflexe” bei seinen Franchisenehmern zu spüren seien. Er habe ihnen erklärt, dass immer noch der Staat für Recht und Ordnung zuständig sei und dies nun auch unter Beweis stellen müsse.
Dieser wiederum hatte vor zwei Tagen erklärt, dass er dafür nicht mehr sorgen könne, und die Ladenbesitzer aufgefordert, einen privaten Sicherheitsdienst – wenn nötig mit einer Hundestaffel – zu engagieren. Ich nehme an, damit meinte er natürlich Streichelhunde, die helfen sollen, Aggressionen abzubauen.
Soweit ich es verstehen konnte, skandierten die Teilnehmer der „sozialen Proteste” im Video etwas mit „Israel”. Ich nehme an, dies bezieht sich darauf, dass Carrefour seit einiger Zeit auch Geschäfte in Israel betreibt. Und deshalb in den Fokus der BDS-Bewegung geraten ist, die zum Boykott dieser Kette aufgerufen hat. Ein Aufruf, dem sich übrigens auch die zweitgrösste französische Gewerkschaft CGT angeschlossen hat.
Bei der Waffe soll es sich um eine Softair-Waffe handeln, die, soweit mir bekannt ist, hier in Frankreich nicht verboten ist und keine spezielle Genehmigung oder einen Waffenschein erfordert.
Krass übrigens mit welchem Kommentar das Video ursprünglich (nicht der Account von dem ich das Video verlinkt habe) verbreitet wurde: „Heute hat ein Mann in Grenoble Demonstranten mit einer Schusswaffe bedroht. Wie viele Tote muss es noch geben, bevor Präsident Macron den Forderungen des Volkes nachgibt?”
Welche Forderungen sind denn damit gemeint? Gratis-Louis-Vuitton-Taschen für das Volk oder etwas mit „Israel”? Letzterem wäre der Präsidenten ja bereits nachgekommen. Oder geht es um die Preise in den City-Filialen von Carrefour, die nicht gerade günstig sind? Ein kleiner Tipp: Die besseren Preise findet man in der Regel in den grösseren Geschäften, die allerdings etwas ausserhalb des Zentrums liegen.
Bei den Ausschreitungen vom vergangenen Samstag wurden in Grenoble 36 Geschäfte beschädigt, darunter auch Bancomaten. Besonders kurios: Auch der kleine Touristenzug wurde gekapert und „entführt”.
Den Behörden zufolge sollen an der heutigen Kundgebung in der Innenstadt von Grenoble insgesamt 10.000 Teilnehmer, darunter 300 Studenten und Sozialarbeiter, gezählt worden sein.
Am Morgen soll es bereits einen Versuch gegeben haben, die Autobahn A480 zu blockieren. Gegen 15 Uhr kam es in der Avenue Alsace-Lorraine zu ersten Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei. Angegriffen wurden nicht nur der Carrefour-City, sondern auch eine Immobilienagentur am Boulevard Maréchal-Foch, wobei mehrere Scheiben zu Bruch gingen. Die Spannungen hielten im Bereich der Strassenbahnhaltestelle Gustave-Rivet an. Gegen 16:40 Uhr wurde zudem ein Einbruchsversuch in einen Spar-Markt an der Avenue Albert-1er-de-Belgique gemeldet.
Die Präfektur hat für die Innenstadt von Grenoble ab 18 Uhr eine Ausgangssperre verhängt. Gemäss GrenobleMag wird diese eingehalten und in der Stadt herrscht aktuell wieder Ruhe.
Nichtsdestotrotz könnte ich heulen, wenn ich diese Bilder sehe. Kann sich jemand vorstellen, was in dem Mann vorgeht, der zugegebenermassen nicht sehr intelligent gehandelt hat? Ich habe die Videos gesehen, in denen zu hören ist, welches Geräusch entsteht, wenn man gegen die Scheiben schlägt oder tritt. Wohlgemerkt: Dir ist dabei klar, dass dir niemand helfen wird, selbst wenn du noch zehnmal bei der Polizei anrufst!
Mit anderen Worten: Wer zu diesen „Protesten” aufruft, weiss sehr genau, welche Reaktionen er damit provoziert, und benutzt diese anschliessend, um sie anzuprangern. Sei es seitens des Staates in Form von „Polizeigewalt” oder seitens der Bürger, die letztlich nicht nur ihre eigene Existenz und Unversehrtheit, sondern in diesem Fall mutmasslich auch die ihrer Mitarbeiter schützen wollen. Und die mit ihren Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern ganz nebenbei auch noch dazu beitragen, dass der „ganze Laden” noch einigermassen funktioniert. Ein Laden, der übrigens jeden Tag von 6 bis 22 Uhr für die Kunden geöffnet hat.
Ich habe etwas gezögert, ob ich das Video teilen soll. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es lange online bleibt. Deshalb habe ich es im ersten Kommentar verlinkt. Hinweis: Es ist nicht der Account, der das Video ursprünglich verbreitet hat. Im Sinne eines Zeitzeugenberichts halte ich es dennoch für gegeben, hier einen Einblick in etwas zu gewähren, was die Medien ja versuchen, als gerecht und mit einer Prise „Sozialromantik” zu framen. Etwas, das ich bei bestem Willen nicht erkennen kann.
◻️Alle Angaben in diesem Post stammen aus einem Artikel von GrenobleMag, der im zweiten Kommentar verlinkt ist.
Und hier noch der Link zum Artikel von GrenobleMag mit den Zahlen und Details zum heutigen Geschehen in der Innenstadt von Grenoble:
grenoblemag.com/article/3519…
Hier das Video aus Grenoble von heute Nachmittag:
nitter.gq/BoskoDeBamako/status/2…
On va l'avoir la guerre civile un commerçant menace les manifestants avec son flingue à Grenoble nitter.gq/AbdelnourDjeb/status/2…














